Belegplätzen in KITAs
Beispiele in Kindestageseinrichtungen
Wissenswertes zu Belegplätzen in Kindertageseinrichtungen (KITA)
Passende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung
Belegplätze sind reservierte Plätze in Kindertageseinrichtungen, die Unternehmen für Kinder ihrer Mitarbeitenden buchen. Betreuungszeiten können an den individuellen zeitlichen Bedürfnissen der Eltern ausgerichtet werden. Die durch ein Unternehmen reservierten Betreuungsplätze in Kooperation mit einer externen Kindertageseinrichtung oder beispielweise auch mit schulischen Hort-Einrichtungen können ein wertvoller Baustein zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Ihre Beschäftigten sein.
Praxisbeispiel "Belegplätze in KITAs" bei Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG

Ihre Vorteile als Arbeitgeber
- Unternehmen, die sich um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kümmern, haben erkannt, dass eine passende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung ein großes Bedürfnis vieler arbeitender Eltern darstellt. Ein familienfreundlicher Arbeitgeber ist äußerst attraktiv für die Fachkräftegewinnung und -sicherung.
- Die Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen wird gestärkt und ihre Zufriedenheit und Motivation kann dadurch gefördert werden.
- Belegplätze in Kindertageseinrichtungen erleichtern den Eltern, geeignete Betreuung für ihre Kinder zu finden und reduzieren ggf. für die Eltern die Kosten.
- Mitarbeitende, die eine gesicherte Betreuung haben, fehlen i.d.R. seltener und sind zudem produktiver.
- Für die Unternehmen können Belegplätze in Kindertageseinrichtungen mit einem überschaubaren finanziellen und relativ geringen organisatorischen Aufwand umgesetzt werden.
- Das Belegplatzmodell ist flexibel handhabbar, je nach Bedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens.
- Mehr Flexibilität für berufstätige Eltern, insbesondere, wenn beide im Schichtdienst tätig sind.
- Werden Belegplätze in Kindertageseinrichtungen in der Nähe des Arbeitsplatzes angeboten, bedeutet dies für die Beschäftigten einen zeitsparenderen Weg zur Abholung der Kinder vor und nach der Arbeit. Ein früher Arbeitsbeginn und/oder ein späteres Arbeitsende ist somit einfacher und stressfreier umsetzbar.
- Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen geeignet
Belegplätze können auch im Rahmen der Randzeitenbetreuung gebucht werden
Immer mehr familienorientierte Arbeitgeber ermöglichen Mitarbeitenden durch die Organisation einer „Randzeitenbetreuung“ in einer Kindertageseinrichtung ein Maximum an Spielraum.Ein Gewinn für Eltern mit Klein- und Schulkindern und für den Arbeitgeber selbst!
Eine Studie zu diesem Thema verdeutlicht, wie wichtig dieses Angebot ist. Jede dritte Familie hat einen Betreuungsbedarf für ein „Nichtschulkind“, einen Bedarf an Betreuungsangeboten bei Schulkindern gibt es gleichermaßen.

Belegplätze in Kindertageseinrichtungen: Details und Rahmenbedingungen
Belegplätze in Kindertageseinrichtungen
- Unternehmen sichern sich eine vertraglich festgelegte Anzahl von Belegplätze für Kinder von Mitarbeitenden in bestehenden Kindertageseinrichtungen.
- Die Kosten für die Belegplätze können vom Arbeitgeber anteilig oder in vollem Umfang übernommen werden.
- In Abstimmung mit der jeweiligen Kindertageseinrichtung wird die finanzielle Beteiligung der Unternehmen an den Betreuungsplätzen mit dem Träger festgelegt. Beispielsweise kann sich das Unternehmen an den Investitionskosten oder anteilsmäßig an Betriebs- und Personalkosten beteiligen.
- Eine vertragliche Vereinbarung regelt den Umfang der Leistungen des Trägers und des Unternehmens.
- Geeignet sind Belegplätze für Kinder von berufstätigen Eltern im Alter von 0-14 Jahren.
Empfehlung: Beziehen Sie Ihre Kommune frühzeitig mit ein, um den Bedarf, Kooperationsmöglichkeiten und Kostenfragen zu klären.
Belegplätze im Rahmen der Randzeitenbetreuung
Der Begriff „Randzeiten“ bezieht sich sowohl auf die Frühbetreuung, in der Zeit von etwa 6:30 bis 8.00 Uhr als auch auf die Spätbetreuung in der Zeit von etwa 16.00 bis 18.00 Uhr. Eine „Rundumversorgung“ und Betreuung von Kindern gelingt durch die Randzeitenbetreuung, entweder eingebettet in die vorhandene betriebliche Kindertagespflege, die betriebseigene KITA oder durch die Finanzierung von Belegplätzen in externen Kindertageseinrichtungen. Hierbei ist wichtig, dass im Vertrag mit dem Träger dieser Einrichtung u.a. geregelt sein sollte, an welchen Tagen und zu welchen Öffnungszeiten. Weiter sollte vertraglich vereinbart sein, für welche Anzahl von Kindern diese Zeiten gelten und wie die Finanzierung umgesetzt wird. Die Kinder sind in der Regel über die Kindertageseinrichtung versichert sofern eine Betriebserlaubnis vorliegt. Zu Versicherungsthemen informiert unter anderem die Unfallkasse Baden-Württemberg.
Unternehmen mit einer betrieblichen Kindertagespflege oder einer betriebseigenen KITA könnten zudem Kinder von Mitarbeitenden, die extern betreut werden, zu „Randzeiten“ aufnehmen und somit eine Betreuungslücke schließen. Die Begleitung der Kinder zwischen der externen Einrichtung und der betrieblichen Kinderbetreuung sollte im besten Fall zusammen mit dem Unternehmen und den Beschäftigten organisiert werden.
Finanzierung: Zuschüsse und steuerliche Vorteile
- Informationen zum Arbeitgeberzuschuss für die Umsetzung der betrieblichen Kinderbetreuung
- Weitere Informationen finden Sie bei der IHK BW
Herausforderungen und Lösungsansätze von Belegplätzen
Nachfrage und Angebot: Eine Herausforderung kann darin bestehen, ausreichend Plätze in bevorzugten KITAs für Ihre Beschäftigten zu reservieren. Hier können Kooperationen mit mehreren KITAs oder der Ausbau eigener betrieblicher Betreuungsangebote hilfreich sein. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass mehrere Unternehmen in räumlicher Nähe kooperieren, um bedarfsgerechte Lösungen für ihre Beschäftigte zu finden.
Die Kommunikation zwischen Unternehmen, Mitarbeitenden und KITAs muss klar und transparent sein, um Missverständnisse zu vermeiden und die Zufriedenheit aller Beteiligten sicherzustellen.
Alle Informationen kompakt
Alle Informationen kompakt zu Belegplätzen in Kindertageseinrichtungen (KITA) finden Sie auf unserem Faktenblatt.
Ihr regionaler Kontakt
vor Ort
Persönliche Beratung und zusätzliche Informationen erhalten Sie bei Ihrer regionalen familyNET-Servicestelle.
Weitere Ansprechstellen
Beatung erhalten Sie zudem bei den kommunalen Jugendämtern oder den jeweiligen Trägern der Kindertageseinrichtungen.
.
Förderer und Unterstützer
Gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg und den Arbeitgeberverband Südwestmetall. Projektträger ist die BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH, ein Unternehmen des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V.. Kooperationspartner sind der Arbeitgeberverband Chemie und der Landesfamilienrat.